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Donnerstag, 09.01.2014, 21:58

Die Vanimama hat Geburtstag! Aber irgendwie findet sie den gar nicht so toll, kommt mir vor.
So knapp vor Weihnachten ist das vielleicht auch gar nicht so besonders lustig.
Noch einer, den ich vorweihnachtlich geburtstagend kenne, und der auch nicht so gerne feiert, ist mein Trauzeuge Bruno. Vielleicht liegts ja an der Zeit.
Keiner hat Zeit zum Geburtstag feiern, weil alle auf Weihnachtsfeiern eingeladen sind. Alle vergessen auf das Geburtstagsgeschenk, weil sie so mit den Weihnachtsgeschenken beschäftigt sind. Da macht der eigene Geburtstag wahrscheinlich wirklich nicht viel Spaß.

Auf jeden Fall hat auch die Vanimama nicht besonders viel Spaß am Geburtstag feiern. Hat ja eh keiner Zeit, sagt sie immer.
Um dem ganzen noch die (Geburtstags)Krone aufzusetzen, hab ich letztes Jahr erfahren, dass sich die Vanimama ihre Geburtstagstorte immer selber backen muss.
NA BITTE GEHT’S NOCH???????
Nicht einmal das back-affine und wahnsinnig tortendeko-talentierte Zwergerl macht sich seine eigene Geburtstagstorte, obwohl sie es wirklich am Besten könnte.
Wo kommen wir denn da hin, wenn sich die Geburtstagskinder ihre Torten selber backen müssen? Ich sags euch: in die Geburtstags-Hölle kommen wir da, jawoll!

Ich war auf jeden Fall schwer schockiert und unendlich empört ob dieses Zustandes und hab der Vanimama letztes Jahr versprochen, dass die Eigenbackzeiten nun endgültig vorbei sind, denn ab nun würde ich das machen. Die Vanimama hat sich damals so gefreut...da wusste sie noch nicht, was dieses Jahr auf sie zukommt.

Denn gebacken hab ich wohl, allein die Torte wollte nicht so richtig!

Ich steh in der Küche und mische alle Zutaten zusammen. Meine Schwester, das Zwergerl, sitzt skeptisch daneben und sagt ganz süffisant: „Na, machst dein Lieblingsrezept - zsammpanschen und rein ins Rohr?“ Ich muss lachen und antworte, dass sie bis jetzt jede meiner Kreationen gegessen hat. „Aber deswegen sind deine nicht so flaumig, weil du nicht 4 Minuten rührst“. Mein Gott, denk ich, wer hat Zeit zum vier Minuten rühren? Das geht in einer Minute genauso gut und schmeckt auch hervorragend. Zwergerl erbarmt sich des Teiges und rührt noch drei Minuten, während ich der Zähnin die Mehlfinger abwasch. Begeistert hat sie nämlich in die Rührschüssel gegriffen und sich bedient, als wäre es purer Zucker.

Schlussendlich hats der Teig dann ohne weiter Nasch-Übergriffe in die gefettete Form und ins ( immerhin drei Minuten) vorgeheizte Rohr geschafft. Und auch herausgekommen ist er wohlbehalten. Jetzt fehlen nur mehr Schokoglasur und Deko, dann hab ich’s geschafft.

Als die Zähnin an diesem Tag endlich Matratzenhorchdienst (an meiner, nicht an ihrer Matratze, eh klar) versieht, da starte ich die Aktion „Glasier ma mal schnell“.
Tja, schnell geht da gar nix :
Längeres Vorheizen wäre vielleicht doch eine gute Idee gewesen. Die Torte ist nämlich wunderbar aufgegangen. Beim Abkühlen ist sie aber auch wunderbar zusammengesackt. Jetzt steht sie schief und krumm auf meiner Arbeitsplatte und verhöhnt mich und meinen Backstil.
Macht nix, denk ich mir. Messer her, gerade schneiden und schon is der Gupf weg und alles was schief ist, ist gerade. Begeistert schneide ich einmal um die und in der Torte herum, hebe den schiefen Teil ab....und setze ihn gleich wieder drauf.
Wenn ich den abgeschnittenen Teil nämlich wegnehmen würde, dann wäre die Hälfte der Torte nicht mehr da...und einen Krater hätte sie dann auch. Ich befinde einen kleinen Gupf für ganz symphatisch und beende den Zurechtschneide-Versuch rasch.
Dann mach ma lieber gleich die Marillenmarmelade...die is das einfachste am Glasieren. Drauf, mit dem Messer herumschmieren, bis alles bedeckt ist...und paßt.
Dabei sollte man (und in diesem speziellen Falle wohl ich) darauf achten, dass die Marmelade fein passiert ist, denn sonst machen die Marillenstückchen eine Kraterlandschaft-Optik. Ich weiss, wovon ich rede...ich hab es mit eigenen Augen gesehen...da auf der Torte.

Na gut, denk ich mir...die Stückerl, die kann ich runterkletzeln, das geht schon. Hauptsache, ich hab Marmelade auf dem Ding. Die Schokoglasur (gekauft und von einem namhaften Hersteller nochdazu) wird das schon gradebiegen respektive glätten.
Ich erhitze also die Glasur laut Hersteller und gieße sie schwungvoll über mein gupfiges, marillenstückerlverklebtes Meisterwerk. Und die Glasur rinnt, lässt sich wunderbar verteilen...verteilt sich sogar selbst...und rinnt...und rinnt....oh Gott!
„He, Sie da!“ will ich schrein, „Rinnen verboten! Schokotorte mit ohne Glasur war nicht ausgemacht!“ Die Glasur erbarmt sich und bleibt mikrometerdünn doch noch auf der Torte. Ich atme erleichtert auf...immerhin: Schlimmer gehts nimmer! denk ich, lass die Glasur ein bisserl auskühlen, um dann zum fulminanten Finale anzusetzen: der Deko.
Schokoherzerl von der lila Kuh sollens sein...schön gleichmäßig aufgelegt. So wird aus der Gupf-mit-Stückerl-und dünner Haut-Torte ein echter Hingucker.
Und gschaut hab ich, wie ich dann ganz stolz fertig war mit dem gleichmäßigen Auflegen (hat echt gut funktioniert!), mich umdreh zum Hände waschen und mich dann wieder zurückdreh.

Drei der zwanzig Herzerln fehlen plötzlich. Im erstens Moment bin ich perplex. Hat mir das süßigkeitensüchtige Zicklein, die Herzerl geklaut? Oder habe ich mir die gelungene Deko verzweifelt erfolgsuchend einfach nur eingebildet? Ich geh ein Stück näher. Da seh ich sie schon! Sie liegen am Tortenteller. Langsam aber sicher sind sie über den Rand in den Abgrund gerutscht. Da liegen sie jetzt, schoko- und marmeladeverschmiert...ein Bild des Jammers. Zuerst will ich mich dazulegen und weinen, dann muss ich aber so lachen, weil bei dieser Torte wirklich alles schief gelaufen ist, was da nur schief laufen kann. Und das hat sich bis zum bitteren Ende (der Herzerln) nicht geändert. Die nächsten 20Minuten verbringe ich vor meiner Torte sitzend, die Herzerl zurechtschiebend und vor einem neuerlichen Randsprung beschützend, bis die Glasur so fest ist, dass die Herzerl ihre Rutschversuche einstellen und brav picken bleiben.

Am Ende is die chaotische Torte fertig ...und sehr speziell! So, wie meine Freundschaft mit der Vanimama.
Und dafür, dass normale Dinge wie eine Torte so speziell werden, dafür

lieb ich das Chaos!

Bild: FreeDigitalPhotos.net



Sonntag, 15.12.2013, 22:15

Es weihnachtet...
Auf den Strasse, vor meinem Haus, in meiner Wohnung, um mich herum. Und seit ein paar Tagen (dank des ersten Schnee des Jahres) auch so richtig fröhlich glitzernd in mir drin.

In der Vorweihnachtszeit werd ich zum Kind. Mit strahlenden Augen lauf ich die Einkaufsstrassen entlang und bewundere die geschmückten Schaufenster. Am liebsten würd ich mir die Nase an den Scheiben plattdrücken, so ein Lust hab ich , mich meiner Weihnachtsstimmung zu ergeben. Ich tobe durch den Schnee wie ein junger Hund (nur dass ich halt nicht mehr ganz so jung bin), ich bastle voller Eifer mit meinen Mädls einen Adventkranz und überlege mir bei einer Tasse selbstgemachtem Punsch gemütlich die Weihnachtsgeschenke für meine Lieben. Ich schmücke mein Heim, treffe liebe Leute, verkrieche mich unter der Decke auf meinem Sofa...und das alles mach ich mit einem Genuss, der mir nur vor Weihnachten so richtig locker von der Hand geht.
Diese Weinhachtsvorfreude brennt in mir wie ein helle Kerze und gibt mir soviel Kraft und Energie, dass grausliges Wetter, Weihnachtsverweigerer und Konsumwahn-Werbe-Attacken mir nix anhaben können.

Irgendwas ist in meiner Kindheit da wohl schiefgelaufen....beziehungsweise, extrem richtig gelaufen eigentlich, denn ich kann Weihnachten (und alles davor) nur genießen.
Weinchten im Hause Dee war immer gespickt mit Traditionen, Ritualen, mystischen Geschichten und tief darunterliegend als tragende Basis das Gefühl großer Geborgenheit und Liebe.
Obwohl zu Weihnachten hier bitte nicht immer alles „Friede Freude Eierpunsch“ war.
Wir mussten zum Feiern ja jedes Jahr erst mal ins Geburtsland meiner Eltern pilgern (nach Kärnten). Also damals ca 5 Stunden Autofahrt von Wien nach Klagenfurt wobei meine Eltern damals noch nicht so pädagogisch interessiert waren. Somit hatte sie von Kinderhörspielen noch nie etwas gehört und meine Schwester und ich konnten aus dem (damals noch) Kasettenfundus meines Vaters wählen. Meine früheste Autofahr-Erinnerung nach Kärnten ist, dass Zwergerl sich Ludwigs Hirschs „Dunkelgraue Lieder“ wünschte (die ich abgöttisch hasste) und ich Reinhard Meys „Apfelbäumchen“ wählte (was sie zum würgen fand). Besser als über diese Wahl der Musik kann man unsere unterschiedlichen Charaktere eigentlich gar nicht beschreiben...aber das tut nix zur Sache...mühsam wars einfach!
Dann gabs da natürlich auch noch die ewig jährlich wiederkehrendenDdiskussion, was es heilig Abend zu essen gibt. Und dann wurden es doch immer gefüllte Schinkenrollen, die wir Kinder gar nicht mochten...auch nicht so toll.
Und es fanden am 25.Dezember beim großfamiliären Treffen die legendären hitzigen Erziehungsdebatten zwischen meinen Eltern und meinen Onkeln und Tanten statt (die wir Kinder genützt haben, um die Süßigkeiten am Baum abzuräumen und gemütlich bis um 23h zu spielen, wo wir doch schon seit 20h nach Hause hätten fahren sollen ). Auch irgendwie anstrengend...aber immerhin lustig.

Trotz all dieser Widrigkeiten also war Weihnachten immer das Fest der Feste, das emotionalste, aufregendste und berührendste Stück Miteinander unserer Familie im Jahreskreis.
Mama, Papa, die drei Kinder und die Großeltern...mehr braucht man als Kind zu Weihhnachten nicht zum Leben und glücklich sein und sich geliebt fühlen. Na gut, ein paar tolle Geschenke haben die Positiv-Bilanz vermutlich wohl auch entscheidend beeinflusst.

Und dann kam unser erstes Weihnachten als Scheidungskinder. Wir waren 11, 10 und 2 Jahre alt. Und ich muss hier ganz ehrlich sagen, dass ich meinen Eltern die Schuld gebe, wie mich diese Weihnachten nachhaltig geprägt haben.
Neue Rituale mussten Einzug halten, den meine Eltern wollten nicht mehr miteinander in einem Raum sitzen.
Also Abendessen und Bescherung mit der Mama bei den Großeltern, dann Geschenke zusammenpacken, verabschieden und rüber zum Papa zur zweiten Bescherung mit anschließendem Teetrinken und Kekse essen. Am nächsten Tag Mittagessen wieder bei den Großeltern mit der Mama aber ohne Papa und danach Onkel und Tanten treffen mit Papa aber ohne Mama..

Wir Scheidungskinder hattens wirklich...schwer?
Nein!
Wir hattens wirklich GUT!

Meine Eltern haben es verstanden, diese neuen Ritruale so liebevoll und stresslos und gut koordiniert zu gestalten, dass ich nie das Gefühl hatte, dass ich etwas vermissen muss oder dass hier etwas nicht stimmt. Es war alles so authentisch. Sie haben sich bei der Übergabe von uns Kindern nie gesehen, aber keiner wollte uns dem anderen vorenthalten,. Beide wollten uns die Gelegenheit geben, mit dem jeweils anderen diesen Tag zu feiern. Beide haben uns zu verstehen gegeben, dass es gut und wichtig ist, den jeweils anderen zu lieben und mit ihm Zeit zu verbringen, auch wenn sich die beiden das Miteinander nicht mehr vorstellen konnten.

Diese Konstellation ist einige Jahre so geblieben und war ausgesprochen erfolgreich. Als sich meine Eltern nach ein paar Jahren und ein paar Aussprachen wieder in die Augen sehen konnten, da wurde ( zur großen Freude von uns Kindern) das Weihnachtsfest wieder zusammen gefeiert. Und so ist es bis heute geblieben. Meine Mutter, ihr Mann und ihr Exmann sitzen zu Weihnachten einträchtig nebeneinander. Wir singen gemeinsam Weihnachtslieder, schenken einander Geschenke, lachen, plaudern, streiten auch mal...
Auf manche mag dieses Bild befremdlich wirken, mich macht es einfach nur glücklich.

Und so kann ich, einmal in Weihnachtsstimmung gekommen, dieses Glücksgefühl aus Kindertagen genießen, dass mir nie abhanden gekommen ist...
....weil’s mir nie weggenommen wurde...
Weil meine Eltern (die einzeln zerbrechlich sind , schwierigen Persönlichkeiten und nervige Eigenarten haben) es geschafft haben, uns Kindern das Gefühl zu geben, dass wir geliebt bleiben, auch wenn sie einander nicht mehr lieben.
Bis heute weiß ich nicht genau, wie sie es gemacht haben, denn ausgesprochen wurde in dieser Zeit nie etwas zwischen ihnen. Aber ich zolle ihnen großen Respekt und liebe sie sehr dafür, dass sie mir damit (neben vielen anderen Dingen) unter anderem die Fähigkeit des Staunens und Freuens in der Weihnachtszeit erhalten haben. Es ist für mich ein wunderbares Geschenk, das schon lange nachwirkt.

Die Vorweihnachstzeit und Weihnachten sind für mich nie ein Zeit der Hektik gewesen, nie eine Zeit des Konsumrausches und vor allem nicht eine der aufgesetzten Weihnachtsstimmung.
Es ist immer eine Zeit der wunderbaren Düfte, der geheimen Geschenke, der fröhlichen Rituale und der großen Gefühle gewesen...
...und schuld sind meine Eltern...


...und mal nicht das geliebte Chaos!

Bild: FreeDigitalPhotos.net



Sonntag, 08.12.2013, 20:02

Irgendwie hält sich das Chaos in letzter Zeit sehr im Zaum. Zum einen bin ich ganz erbaut, macht dieses Abwesenheit mein Leben doch wirklich um einiges leichter, zum anderen bin ich ein bisserl traurig. Bei so einem Leben auf Schienen, ohne große Kurven und Ecken und unvorhersehbaren Hindernissen, da werd ich ja gar nicht mit all meinen Fähigkeiten gefordert. Da wird mir gar ein bisserl fad...es fehlt einfach das Salz in der Suppe des Lebens!

Wobei, eigentlich wars gar nicht so unchaotisch heute:
Angefangen hat es damit, dass ich aufwache und mich irgendwie anders fühl als sonst...so, wie soll ich sagen, ausgeschlafen. Da werd ich stutzig....und schau auf den Wecker.....
Ooooops – nicht geklingelt das gute Stück. Es ist 7.05h, draussen auf der Strasse ist es seltsam ruhig und bei uns in der Wohnung auch. Jetzt merk ich’s erst, die beiden Kinder büseln auch noch friedlich kreuz und quer liegend zwischen dem Göttergatten und mir...
Wär ja alles halb so wild, wenn ich nicht um 7.15h mit geschneuzeltem und gekampelten Zicklein das Haus Richtung Schule verlassen müsste. Ich habe mich nämlich freiwllig (was bin ich auch so blöd!) zum Weihnachtsgeschenke basteln für die Lehrerinnen gemeldet und muss um 7.30h den Werkraum für die teilnehmenden Kinder aufsperren.
Unglaublich, aber wahr, verlassen meine große und wahnsinnig effiziente Tochter (geschnneuzelt und gekampelt) und ich (gefühlsmäßig eher geteert und gefedert) rechteitig das Haus.
Zicklein nimmt den Roller und ich die Beine in die Hand und wir schaffens trotz Schneegestöber (deswegen wars auf der Strasse also so leise!) noch rechtzeitig in die Schule. Sogar das Jausenbrot und die Bastelsachen hab ich geistesgegenwärtig eingepackt und mir Haube und Schal umgeworfen. Gut, Zickleins Haube hab ich vergessen (was sie begeistert zur Kenntnis genommen und mit keinem Wort erwähnt hat) und die Schlüssel zum Nachhause gehen und leise aufsperren (weil die Zähnin schläft), die hängen noch am Haken zu Hause. Aber vier von sechs To-Do-Punkten sind keine schlechte Ausbeute, wenn man nur 10Minuten Zeit für 45Minuten Arbeit hat. Also dann: Chaos entdeckt, Chaos gecheckt!

Das Basteln war erfolgreich und ich komm schweißgebadet und zufrieden, aber hungrig ( essen ging sich beim besten Willen nach dem Aufstehen nicht aus) um 8.30 zu Hause an. Dort sitzen Zähnin und Göttergatte gemütlich am Frühstückstisch...im Pyjama...unfrisiert...mitten in der schönsten Frühstücksbröselei.
Mein Gott, denk ich mir, was is denn da heute los. Zähnin muss um 9Uhr in der Kindergartengruppe sein, dann wird die Tür verbarikadiert und keiner darf mehr rein (bitte, die machen das echt, das ist kein Scherz!!!!),.
Also gemahne ich zur Eile, frisier das ausgiebig und langsam frühstückende Kind bei Tisch und zieh ihr dort auch schon den Pyjama aus und die Hälfte der Tageskleidung an. Und trotz Gemotschger und Revoluzzertum schaff ich es, die Zähnin in den zweiten Teil der Tageskleidung und ihren Schneeanzug zu befördern und sie gekonnt Richtung Garage und dem dortigen Dreiradler zu locken. Sie sitzt dann ohne Handschuhe aber zumindest friedlich und leise (weil ich ihr die Karotte vom Frühstück nicht weggenommen hab, ich schlaue Mutter) drauf und lässt sich widerstandslos in den Kindergarten bringen (keine Angst, ihre Hände sind nicht erfroren. Wir haben die kalten Fingerl nach erfolgreicher Frühstücksgemüseverspeisung einfach in den viel zu langen Ärmeln des Anzugs vergraben und die hattens dort kuschelig warm). Und wieder: Chaos entdeckt, Chaos gecheckt.

Der Vormittag ist schon halb vorbei, als ich endlich ohne Kinder auf der schneebedeckten Strasse steh. Ein bisserl Hunger hab ich schon, weil beim Zähnin vom Frühstückstisch zerren kann ich schwer daneben genüsslich speisen) aber ich freu mich ob der Winterpracht . Ich geh Adventkalender für die Kinder suchen (und leider nicht finden), mach die Einkäufe und stell mich in die Küche zum Kochen. Nebenbei stech ich in jeder kochfreien Minute kleine Löcher in die in der Früh von den Klassenkameraden des Zickleins gebastelten Fimoperlen...und das sind viiiele Perlen...ergo auch viiiele Löcher...für die man (also ich) viiiel Zeit haben und eher nicht nebenbei kochen sollte.
Multitaskingunfähig wie ich bin, kann ich nur an die Perlen oder an das Kochen denken. Beides geht nicht, hat aber somit zur Folge, dass ich bei beidem zeitlich nicht gut vorankomm und das Ergebnis um 11.45h (Abholzeit der Zähnin im Kindergarten) eine aparte Mischung aus intensiv benutzter Perlenwerksatt-Optik und Nudelwasser-is-dreimal -übergegangen-und-Kartoffeln-sind-angebrannt-Olfaktorik ist.
Als chaoserprobte Frau atme ich dreimal tief durch, schiebe die Perlensachen auf einem großenm Backblech zusammen damit sie nicht davonrollen, stelle alle Töpfe vom Herd, gieße das Wasser ab und schalte den Herd aus.
Und dann lass ich das Chaos Chaos sein und hol die Zähnin. Später kann ich dann noch eine zarte Mischung kochen und die aparte Mischung beseitigen, wenn die Zähnin schläft.
Leider hat die Zähnin dann nicht geschlafen (was eine eigene, seeeehr lange Geschichte wert wäre), dafür wurde es immer später. Das Chaos lag noch nudelwassersuhlend und angebrannt stinkend begeistert ausgestreckt in der gesamten Küche und Zickleins Ankunft (und damit der Zeitpunkt zum Mittagessen) rückten näher.
Stress-geeicht wie ich bin, lass ich mich nicht aus der Ruhe bringe, vergrößere das Chaos durch erneutes Auf- und erweitertes Verkochen noch ein bisserl mehr , um es nach erfolgreicher Raubtierfütterung häppchenweise (also in 5 Minuten-Einheiten) über den Nachmittag hin zu beseitigen. Noch einmal: Chaos entdeckt, Chaos gecheckt!

Am Ende des Tages hab ich den Werkraum aufgesperrt, Zickleins Ohren sind nicht abgefallen, Zähnins Finger nicht erforen, die Mädls sind satt, die Küche ist sauber und die restlichen Perlen können auch morgen noch gelöchert werden.
Ein ganzer Tag mit dem Gefühl, ich hab das Chaos absolut im Griff. Vielleicht kommt daher der Eindruck, dass es weniger Chaos in meinem Leben gibt...was ja so eigentlich gar nicht stimmt!
Ich lass mich nur nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen und hab schon veile gute Bewältigungsstrategien gefunden.
Ein bisserl komm ich mir vor wie der Schüler, der den Meister schlägt...
Ein komische Gefühl...so...ambivalent.
Einerseits möchte ich eine Runde Hasenhüpfen und Luftspringen, weil ich offenbar wirklich viel gelernt hab in den letzten Jahren. Andererseits möchte ich mich in ein Eckerl stellen und leise vor mich hinschluchzen, weil ich das Gefühl habe, nicht mehr genug geforder zu sein. (Hoffentlich hört das Universum nicht mit, sonst krieg ich morgen einen ausserirdischen Erst-Kontakt oder einen unerklärbaren Total-Schwund von allen heissgeliebten Schnullern der Zähnin oder eine Zicklein-Freundinnen-Invasion... oder alles drei...vor den Latz geknallt.)

Wobei das Leben noch selten Halt gemacht hat an dem Punkt, an dem ich meinte, es zu meistern. Meistens bekomme ich ja doch Aufgaben, an denen ich wachsen kann. Vielleicht ist das also nur die Ruhe vor dem Sturm. Dann könnt ich mich ja jetzt ein bisserl freun... oder soll ich mich besser fürchten? Wahrscheinlich mach ich eh beides!
Aber die Freude ist, glaub ich, ein bisserl mehr, denn

Ich lieb es einfach, das Chaos!

Bild: FreeDigitalPhotos.net